4 Hennen und 1 Bauernhahn in jeden Garten

Presse-Einladung zum bundesweiten Kampagnenauftakt am 27. Mai 2010 in Uelzen

„Wer glückliche Hühner will, muss sich selbst darum kümmern.“ Mit diesem provokanten Motto startet der Nutztierschutz- Verband PROVIEH am Donnerstag, dem 27. Mai 2010 eine bundesweite Kampagne zur artgerechten Hühnerhaltung und Zucht. Auf dem Hof von Bauer Niels Odefey in Uelzen (Ortsteil Mehre, Mehrer Straße) ist ab 15:00 Uhr zu erleben, was Hühner wirklich glücklich macht. Versetzbare Ställe für eine artgerechte Freilandhaltung werden vorgestellt, die sich sowohl für die gewerbliche als auch die private Nutzung eignen. Auch wird im hofeigenen Eichenwald eindrucksvoll gezeigt, dass sich die ursprünglichen Dschungelvögel erst im dichten Gebüsch richtig wohl fühlen.

„Wir dürfen unsere Hühner nicht länger der Industrie überlassen.“, begründet Prof. Sievert Lorenzen, der Vorsitzende von PROVIEH, die neue Kampagne. Auch in der Biohaltung müsse dem Druck nach immer größeren Tierbeständen widerstanden werden. Es sei ein Armutszeugnis für die Biobranche, dass sogar dort der Einsatz von überzüchteten Turbohühnern noch an der Tagesordnung ist. An den über 40 Millionen sinnlos vernichteten Küken pro Jahr hätten auch Biobetriebe ihren Anteil. „Herr Odefey geht bei der Hühnerhaltung weit über die Bio-Richtlinien hinaus. Er leistet Pionierarbeit für den Nutztierschutz.“, lobt der  Zoologe Lorenzen den NEULAND-Bauern und seine Unterstützung für die Kampagne. Odefey zeige, dass Hühnerglück  wirtschaftlich machbar sei.

Gegen den Boom neuer Hühnermastanlagen regt sich bundesweit massiver Protest. Die Kampagne  von PROVIEH will Alternativen zur industriellen Intensivhaltung und zu den qualvoll überzüchteten Turbohühnern aufzeigen. „Bürgerinitiativen und Kommunalpolitiker sollen erfahren, welche besseren Möglichkeiten es für die Bauern vor Ort  gibt, statt Lohnmäster für die Geflügelindustrie zu werden. Viele Menschen halten lieber selbst Hühner als zu den Produkten  unglücklicher Industriehühner zu greifen. Wir wünschen uns vier Hennen und einen Bauernhahn in jeden geeigneten Garten.“

Zum Presseauftakt der Kampagne sind Vertreter aus Medien, Kommunalpolitik und Bürgerinitiativen eingeladen, sowie alle, denen an einer artgerechten Haltung von Hühnern gelegen ist.

Pressestelle PROVIEH – VgtM e.V. Küterstraße 7-9 24103 Kiel Tel. 0431. 24 82 80, www.provieh.de, info@provieh.de

Ansprechpartner: Stefan Johnigk, Tel. 0157 0301 0443

Anfahrt zum Hof Odefey: Die B 71 von Uelzen Richtung Salzwedel östlich von Uelzen hinter dem Ortsteil Groß Liedern nach rechts verlassen ins „Windfeld“. Nach ca. 1 km links in die Mehrer Straße, der Hof liegt nach ca. 800 m auf der rechten Seite.

PROVIEH – Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. ist mit vielen Tausend Einzelmitgliedern und rund 130  Mitgliedsvereinen Deutschlands ältester und größter Tierschutz-Fachverband, der sich den landwirtschaftlichen Nutztieren  widmet. Der Verein PROVIEH – VgtM ist behördlich als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge  und Spenden sind steuerlich abzugsfähig. Erbschaften und Vermächtnisse zugunsten PROVIEH – VgtM e.V. sind von der  Erbschaftssteuer befreit.